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Was man so sagt


Als sie lachte,
sagte man ihr, sie sei kindisch.
Also machte sie fortan ein ernstes Gesicht.
Das Kind in ihr blieb,
aber es durfte nicht mehr lachen.
 

Als sie liebte,
sagte man ihr, sie sei romantisch.
Also lernte sie, sich
realistischer zu zeigen.
Und verdrängte so manche Liebe.
 

Als sie reden wollte,
sagte man ihr, darüber spreche man nicht.
Also lernte sie zu schweigen.
Die Fragen, die in ihr brannten,
blieben ohne Antwort.
 

Als sie weinte,
sagte man ihr, sie sei einfach zu weich.
Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken.
Sie weinte zwar nicht mehr,
doch hart wurde sie nicht.
 

Als sie schrie,
sagte man ihr, sie sei hysterisch.
Also lernte sie, nur noch zu schreien, wenn niemand es hören konnte,
oder sie schrie lautlos in sich hinein.
 

Als sie zu trinken begann,
sagte man ihr, das löse ihre Probleme nicht. Sie solle eine Entziehungskur machen.
Es war ihr egal, weil ihr schon so viel entzogen worden war.
 

Als sie wieder draußen war,
sagte man, sie könne jetzt von vorn anfangen.
Also tat sie, als begänne sie ein neues Leben.
Aber wirklich leben konnte sie nicht mehr, sie hatte es verlernt.
 

Als sie ein Jahr später
sich versteckt
zu Tode gefixt hatte,
sagte man gar nichts mehr.
Und jeder für sich versuchte,
leise das Unbehagen mit den Blumen ins Grab zu werfen.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



 

Die Freundkreise im Behandlungsverbund der Suchtkrankenhilfe



 


Inhalt / Auswahl:
 

*  Die Gemeinschaft bildet den Freundeskreis 
*  Hilfe und Rat geboten 
*  Ziele
*  Präventive Aufklärung
*  Der gemeinnützige Verein
*  Teilnahme / Teilnehmer
*  Was wollen wir? / Was wollen wir nicht?
*  Ein Rat  (Selbsttest ?)
*  Die Gefahr für die Gesundheit
 
 
 

Eine Gemeinschaft ehemaliger Suchtkranker und deren Anghöriger bilden die
Freundeskreise - Selbsthilfegruppen.

 Als Zielsetzung gilt es, betroffenen Suchtkranken in ihrem sozialen Umfeld zu helfen, sowie den Weg zu einer eigenen, dauerhaften  Abstinenz zu finden. 

Durch das Bewußtsein des Sucht- bzw. Alkoholkranken, daß es gemeinsam leichter und einfacher ist abstinent zu bleiben, erfolgt eine Festigung durch die Gruppe automatisch. 
Die gegenseitige Hilfe bei der Bewältigung vieler Schwierigkeiten ist ein typisches Merkmal in der Gruppierung. Probleme, z.B. nach einer Entwöhnungsbehandlung, werden gemeinsam gelöst. Gespräche, Erfahrungsaustausch und auch "alkoholfreie" Veranstaltungen fördern den Zusammenhalt und festigen ein Team gleichgesinnter Menschen. 

Die Freundeskreise auf  Landes- und Bundesebene sind den Diakonischen Werken angeschlossen, arbeiten mit Beratungstellen, Fachkliniken und Fachverbänden eng zusammen, fungieren als Mittler zwischen Hilfesuchenden, den Fachstellen, Behörden und Ämtern. Suchtkranken und Suchtgefährdeten wird somit aufgezeigt, daß es vielseitige Hilfe gibt und ein Leben ohne Alkohol möglich und erstrebenswert ist.
 
 

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Die Freundeskreise bieten "Hilfe und Rat"

Die Selbsthilfegruppen der Freundeskreise sind Anlaufstellen für Medikament- und Alkoholabhängige, stehen aber auch für andere Hilfesuchende auf der breiten Palette der Suchtkrankenhilfe zur Verfügung und vermitteln entsprechend an geeigenete Rat- und hilfeleistende Stellen weiter. 

Hilfe und Rat werden angeboten, sowohl für Abhängige, Gefährdete und Angehörige. 

Sollten Sie selber, einer Ihrer Angehörigen oder Bekannten Schwierigkeiten mit dem Umgang von Suchtmitteln haben, suchen Sie Hilfe und Rat der Freundeskreise. 

Um einen für Sie erreichbaren Freundeskreis zu finden reicht es oftmals schon aus, anonym per Telefon bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, bei einer orstansässigen Krankenkasse oder einer Hilfeorganisation, wie  z.B. Caritas, nachzufragen. 
Man wird Ihnen die nächste Kontaktadresse, den für Sie zuständigen Freundeskreis nennen.

Im Kontakt gespräch bieten wir Ihnen Informationen und Orientierungshilfen. Sie werden bei den Freundeskreisen und ihren Ansprechpartnern vertraulich und kostenlos über mögliche Wege aus der Sucht beraten. 
 
 

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Die Ziele der Freundeskreise 

Bei Ihrem Erstkontakt, hervorgerufen durch Ihre Einsicht, werden Ihnen schon Verbindungen zu Beratungstellen ermöglicht, gleichsam Kontakte zum Hausarzt vermittelt. Weitere Behandlungsschritte werden Ihnen dargelegt. 

Ein weiteres Ziel ist es bekleidende Hilfe während der ambulanten oder stationären Behandlung in Form von  Kontakten zu Beratungsstellen und Fachkliniken, durch paralelle Betreuung der Angehörigen und das Ermöglichen und Unterstützen durch Besuche, zu leisten. 

Nach der Behandlung sorgen die Freundeskreise für ein gewißes Maß der Stabilisierung. Sie bieten Hilfe bei der Bewältigung des Alltags, bei der Förderung der Selbständigkeit und bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. 
Es werden geeigente Freizeitangebote gesucht oder vermittelt und die "Freunde" helfen zur persönlichen Reifung. 
 
 

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Die Vorbeugung und Aufkärung ist  außerdem ein Hauptziel der Freundeskreise. Dabei wird das Vorbild für eine zufriedene Abstinenz geboten. 

Die Freundeskreise sorgen für zeitgerechte Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Internet), treiben die Aus- und Weiterbildung von Helfern voran und leisten Verbandsarbeit. 

Der Freundeskreis Bad Nauheim e.V. ist eine solche Gemeinschaft von ehemaligen  Suchtkranken und deren Anhörigen, dessen Zielsetzung dem Festigen der eigenen Abstinenz  auf Dauer gilt und um, aus den eigenen Erfahrungen, anderen Suchtkranken zu helfen. 

Regelmäßíge Gruppenabende finden statt (siehe Treffen). Zu diesen Veranstaltungen kann jeder kommen , der das Bedürfnis hat, über Probleme im Zusammenhang mit Alkohol - und Medikamentenmißbrauch zu sprechen, oder der diese Probleme in seinem Verwandten- oder Bekanntenkreis erkannt hat und sich darüber informieren möchte. 
 
 

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Der Freundeskreis Bad Nauheim e.V. ist als gemeinnützige Einrichtung (Verein für Suchtkrankenhilfe) durch das Finanzamt anerkannt und beim Vereinsregister des Amtsgericht Friedberg eingetragen. 

Der Freundeskreis ist konfessionell und politisch unabhängig. 

Jegliche Teilnahme oder Mitarbeit ist unverbindlich und verpflichtet nicht zu Beitragszahlungen. Eine Eintragung als Mitglied wird nur auf besonderen Wunsch zur Kenntnis genommen.
 
 

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Die Teilnahme an den Gruppenabenden dient bereits zur erfolgreichen Selbsthilfe.
Ausgebildete ehrenamtliche Suchtkrankenhelfer leiten diese Gesprächsrunden und stehen auch jederzeit für Einzelgespräche zur Verfügung. 

In diesem Rahmen findet auch bereits die Vorbereitung von Suchtkranken auf eine freiwillige stationäre Behandlung statt. Dies geschieht insbesondere durch motivierende Gespräche und Mithilfe bei der Erledigung von Behördenformalitäten. Enge Zusammenarbeit z.B. mit den Suchtberatungsstellen in Friedberg und Kontakten zu Fachkliniken und Therapieeinrichtungen wird umgesetzt. 

Der Zusammenhalt und die Verschmelzung der Gruppe wird durch ein umfangreiches Angebot von gruppeninternen Aktivitäten in Form von alkoholfreien Geselligkeiten, Festen und Fahrten bestärkt. 

Hilfe und Beratung  werden durch den offenen , ehrlichen  und toleranten Umgang mit uns selbst und mit Allen, die mit uns in Verbindung treten,  gefördert. 
 
 

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Wir wollen :
 
 

      INFORMIEREN  -  RATEN  -  HELFEN  ! 




















Was wir nicht wollen, ist:
 

- gesunden Menschen die Freude an alkoholischen Getränken verderben

- ganze Vereine , Gruppen oder Dörfer "trocken legen" 

- mit einer Sekte oder sonstigen ideologischen Gruppe verglichen werden !

- daß Menschen, die nicht mehr mit Alkohol umgehen können, zugrundegehen! 
 
 

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Ein Rat
 
 

Haben Sie schon Vergeblich versucht, mit dem Trinken aufzuhören? 

Haben Sie schon behauptet, daß Sie nicht trinken 
müssen, obwohl Sie oft nicht auf Alkohol verzichten können? 

Haben Sie, wenn Sie eine geringe Menge Alkohol getrunken haben, das unwiderstehliche Verlangen nach mehr? 

Haben Sie durch Ihr Trinken zu Hause oder an der Arbeitsstelle Schwierigkeiten bekommen? 

Haben Sie durch Ihr Trinken im vergangen Jahr mehrfach die Arbeit versäumt? 

Versprüren Sie schon  früh am Morgen ein starkes Verlangen nach Alkohol? 

Bemühen Sie sich, Ihren Alkoholvorrat in heimlichen Verstecken zu sichern? 

Hat Sie Ihr Arzt auf Grund besonderer Krankheitssymptome schon einmal auf  Ihren übermäßigen Alkoholgenuß hingewiesen? 

Sollten Sie eine oder auch mehrere Fragen mit Ja beantworten müssen, dann sprechen Sie vielleicht einmal mit uns !
 
 

zur Kontaktaufnahme mit dem FK Bad Nauheim e.V. Info zu den Gruppentreffen E-Mail an den Freundeskreis
 
 

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Wer täglich 50g Alkohol konsumiert, kann seiner Gesundheit erheblich schaden.
 

Wer täglich 80 g Alkohol zu sich nimmt, schadet ihr mit Bestimmtheit.
 

50 g Alkohol sind enthalten in 5 Glas Branntwein oder 5 Gläsern Wein oder 5 Gläsern Bier.
 

Man braucht nicht erst süchtig zu sein, um sich seine Gesundheit zu ruinieren. 
 

Sprechen Sie vor allen Dingen mit jungen Menschen über die Schädlichkeit des Alkohols so früh wie möglich!
 
 

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UpDate:  01. Januar  2008
 

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