Der Jahrtausendwechsel ist vollzogen, das Jahr 2000 eingeläutet.
Längst ist der Alltag wieder eingekehrt und vielerorts der Begriff
"Millenium" schon wieder in Vergessenheit geraten. Es hat sich nichts oder
nur wenig geändert gegenüber der letzten Tage von 1999. Lediglich
das Schreiben der Jahreszahl 2000 fällt einigen Menschen noch immer
schwer. "Ungewohnt", bezeichnen einige Menschen dieses Phänomen.
"Ungewohnt" -soll auch das Stichwort an dieser Stelle sein. Wer sich
in der Suchtkrankenhilfe / Selbsthilfe bewegt und unter unserer Rubrik
"Statistik" reinschaut,
sich in diesem Zusammenhang die "Horrorzahlen"
reinzerrt, darüber hinaus auch noch Betroffener oder Angehöriger
ist, wird sich an den "Zahlenanblick" kaum gewöhnen können.
So gehören diese Zahlen immer und immer wieder in Erinnerung gerufen,
sind wichtiger Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Nur so können
wir dafür sorgen, daß es vielleicht irgendwann einem jeden Bürger
unseres Landes bewußt ist, daß Suchtkrankheiten
das größte gesundheitspolitische Problem unserer Gesellschaft
darstellt.
So war am 01.02.2000 einem Zeitungsbericht des
Freundeskreises Büdingen u.a. folgendes zu entnehmen:
Untersuchungen zur Folge wird der volkswirtschaftliche,
alkoholbedingte Schaden in Deutschland auf 30 bis 80 Milliarden Mark geschätzt.
Die Probleme, die in Folge übermäßigem Alkoholkonsums in
fast allen europäischen Ländern so groß wurden, daß
es die europ. Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu
einem Aktionsplan "Alkohol" bewegte, sollen im Jahr 2000 veringert werden.
Dem verabschiedeten Plan nach, soll der Alkoholverbrauch im Jahr 2000 um
25 Prozent gesenkt werden.
Ganz gleich, wie sich die WHO die Umsetzung ihres
Planes auch vorstellen mag... 25 Prozent weniger Alkohol im Jahr 2000.
Optimismus dürfte hier nicht ausreichen, aber vielleicht wird das
Vorhaben bestärkt und beflügelt, wenn wir in unseren Selbsthilfegruppen
unsere Arbeit weiter intensivieren. Das neue Jahrtausend hat begonnen !